FCI Standard Nummer 146, FCI-Gruppe 6,
Rassenkürzel RHR
Rhodesian
Ridgebacks sind kräftige, muskulöse und aktive Hunde, ursprünglich
in Afrika zur Jagd auf Löwen eingesetzt (Vielleicht ist das der
Grund, warum sie in manchen Städten bzw. Bundesländern als
sog. "Kampfhunde" geführt werden). Sie sind herausragend
intelligent und haben daher keinen blinden Gehorsam, jedoch sind sie
treue, unbestechliche Wächter und gelehrig.
Gegenüber Fremden ist ein RR eindeutig
zurückhaltend ohne Anzeichen vom Scheu oder Aggressivität.
Das wichtigste (Erkennungs-)Merkmal der Rasse ist der "RIDGE"
(Kamm auf dem Rücken) der, beginnend in Schulterhöhe mit zwei
"CROWNS" (Haar-Wirbeln), die durch den "ARCH" (Haarbogen)
verbunden sind, bei den Hüfthöckern endet (Der Ridge ist bereits
bei Geburt der Welpen vollständig sichtbar). Das Fell ist sehr
kurz, glatt, glänzend und ohne Unterwolle, die Hunde frieren jedoch
auch bei Kälte nicht solange Sie genügend Bewegung haben.
Die Fellfarbe kann "WHEATEN" (Weizen) "RED-WHEATEN"
(Rot-Weizen) oder "DARK-WHEATEN" (Dunkel-Weizen) sein, Die
Farbe Schwarz ist nur am Fang (Maske) oder den Ohrspitzen erlaubt, ebenso
sind weiße Abzeichen an Brust und Pfoten erlaubt. Die erwünschte
Größe /Gewicht beträgt für Rüden 63 cm - 69
cm, ca. 36,5Kg, für Hündinnen 61cm - 66cm, ca 32Kg.
(Es gibt allerdings auch Rüden über 60Kg und einer Schulterhöhe
von 75 cm und mehr!)
Eine winzige Skizze des Rhodesian
Ridgeback
aus einer Information des:
Rhodesian Ridgeback Club Of the United States, Inc.
AKC lizenzierter Klub seit 1971 © 1995 durch RRCUS, Inc. Alle Rechte
vorbehalten.
(Verfasst in der Hoffnung, einige der vielen Fragen über diese
wundervollen, vielseitigen Tiere zu beantworten)
Als Welpen sind Rhodesian Ridgebacks für
jeden Spaß zu haben, überschwänglich, wissbegierig und
irgendwie stürmisch. Ein 6 Monate alter Ridgebackwelpe kann unbeabsichtigt
ein unsicher daher wackelndes Kleinkind umreißen. Ein Kleinkind
kann unabsichtlich und willkürlich Bestrafung auf einen jungen,
leicht zu beeindruckenden Welpen häufen. Deshalb sollten Eltern
gehörig Aufsicht ausüben, so dass weder Welpe noch Kleinkind
sich gegenseitig Schaden zufügen. Dies bleibt durch die gesamte
Vorschulalterzeit des Kindes und für die ersten 18-24 Monate im
Leben eines Ridgebacks gültig. erwachsene Ridgebacks und Kinder
im Schulalter sind die besten Kumpel und Freunde fürs Leben.
Der Ridgeback ist kein Typ um Ärger zu machen. Dennoch: wird er
von einem anderen Hund angegriffen oder gereizt, behauptet er seine
Stellung und kämpft wenn es sich gar nicht vermeiden lässt.
Doch die meiste Zeit ist er auf der Suche nach einem Hundekumpel, mit
dem er spielen kann und sieht andere Hunde normalerweise nicht als Bedrohung
an. Doch oftmals verursachen unkastrierte Rüden in der Nähe
läufiger Hündinnen ein paar Probleme. Ein Ridgeback ist sehr
gut mit Katzen zu halten, sollte aber an sie gewöhnt werden, solange
er jung ist.
Als Wachhunde sind Ridgebacks von hoher Diskretion. Sie sind keine wütenden
Kläffer und trachten nicht danach, jemanden anzugreifen. Für
gewöhnlich geben sie einige wenige Beller von sich, um Ihre Aufmerksamkeit
zu erlangen und Bescheid zu geben, dass irgendwer auf dem Grundstück
ist. Sie bellen niemals grundlos. Wenn Ridgebacks bellen, haben sie
einen guten Grund dafür und hören für gewöhnlich
damit auf, wenn man es ihnen sagt, es sei denn, sie sind sich sicher,
dass Sie nicht begriffen haben, was sie versuchen Ihnen zu sagen. Es
ist immer angeraten der Ursache des Gebells eines Ridgebacks auf den
Grund zu gehen. Bis Sie Ihnen signalisieren, dass alles in Ordnung ist,
werden sie fortfahren sich wachsam und vorsichtig in der Nähe von
Fremden zu verhalten.
Man sollte nicht allzu vertrauensvoll davon ausgehen, dass Ridgebacks
innerhalb eines nicht umzäunten Grundstücks bleiben. Sie sind
Jagdhunde mit einer guten Nase und einem hervorragenden Gesichtssinn.
Deshalb sind sie auf und davon, wenn sie etwas sehen, was ihr Interesse
erregt und vergessen dabei komplett unsichtbare Begrenzungen. Ein Zaun
ist ein Muss, mindestens 1,50 m hoch. Junge Ridgebacks langweilen sich
schnell und können ziemlich große Löcher graben.
Wenn Sie Ihren Ridgebackwelpen oder Junghund jeden Tag ein paar Stunden
alleine lassen müssen, konstruieren Sie eine in der Größe
ausreichende Möglichkeit hinein und hinauszugelangen, um ihn von
vor Langeweile begangenen Missetaten abzuhalten.
Wegen seines kurzen Fells und des ihm eigenen kaum vorhandenen Haarverlusts
bleibt der Ridgeback sauber und frei von Geruch. Einmal in der Woche
striegeln, gelegentliches Baden, regelmäßige Ohrreinigung
und Nagelkürzen ist alles was man tun muss, um ihn als gepflegten,
angenehmen Hausgenossen zu halten. Ridgebacks sind Menschenhunde. Sie
lieben es, überall dort zu sein, wo Sie sind und wenn Sie es erlauben,
krabbeln sie in Ihr Bett, auf Ihr Sofa oder Ihren Lieblingssessel und
sogar Ihren Schoß! Sie müssen entscheiden, was für Sie
akzeptables Benehmen ist und den Hund dementsprechend von Anfang an
erziehen. RR's sind recht einfach zu erziehen, wenn der Halter sorgfältig
vorgeht und während der Ausbildungszeit konsequent eine Linie verfolgt.
Es ist am besten, Junghunde auf einen bestimmten Bereich des Hauses
zu beschränken, wo man sie im Auge behalten kann. Als ältere
Hunde können sie sich problemlos im ganzen Haus bewegen.
Bringen Sie ihm frühzeitig das Autofahren bei. Eine Transportbox
ist erforderlich um als Sicherheitsgurt zu fungieren und erlaubt Ihnen
das Auto bei warmem Wetter weit zu öffnen. Niemals darf man einen
Hund bei heißem Wetter im Auto lassen, auch nicht für ganz
kurze Zeit!
Es kommt nur selten vor, dass ein Ridgeback ein mäkeliger Esser
ist. Wenn ein Ridgeback plötzlich das Futter verweigert, ist er
wahrscheinlich krank, und der Tierarzt sollte aufgesucht werden. Ridgebacks
haben einen guten Appetit und egal wie viel Futter Sie ihnen geben,
werden sie Sie davon zu überzeugen versuchen, dass es nicht genug
ist. Ständiges Futterangebot ist nicht das Richtige für einen
Ridgeback. Das größte Problem von Erst-Ridgeback-Haltern
ist, dass sie ihre Hunde zu fett werden lassen. Am besten befolgen Sie
den Rat Ihres Züchters, die Art und Menge des Futters betreffend
aufs Wort. Ridgebacks ist die Angewohnheit Essen vom Tisch zu stehlen
nahezu angeboren, also seien Sie gewarnt!
Ein Ridgeback, besonders ein junger, braucht einen sicheren Platz zum
Üben. Das muss nicht mehrmals am Tag sein, nicht einmal jeden Tag.
Ein paar Mal in der Woche, um zu rennen und die Muskeln zu strecken,
sich vom jugendlichen Ungestüm zu befreien, ist gewöhnlich
alles, was er braucht. Ein strammer Spaziergang ein paar mal am Tag
in Verbindung mit regelmäßigen Hochgeschwindigkeitsläufen
ist alles was diejenigen brauchen, die nicht das Glück haben über
eigenen, umzäunten Grundbesitz zu verfügen, bzw. in der Stadt
oder einer Mietwohnung leben.
englische Originalversion :© RRCUS mit freundlicher
Genehmigung durch Marylynne Elliott, Präsidentin des RRCUS
Übersetzung F. Grosshans vom 8.1.2001
FCI - Rassestandard (146) von 1922
Beschreibung des Rhodesian Ridgeback
(Löwenhund)
Die Besonderheit dieser Rasse ist der "Ridge" auf dem Rücken, der
durch Haare gebildet wird, die in Gegenrichtung zum übrigen Fell
wachsen. Dieser Ridge, der
als DAS besondere Kennzeichen dieser Rasse angesehen werden muss, beginnt
hinter den Schultern breit und verjüngt sich bis zu Schwanzwurzel.
Er sollte klar abgegrenzt sein, unmittelbar hinter den Schultern beginnen
und sich bis
oder über die Lenden erstrecken.
In der Form gleicht er einem Geigenhals, die Saiten in Richtung Rute.
Ein Hund ohne klar definierten Ridge wird nicht als zur Rasse gehörig
anerkannt.
In der allgemeinen Erscheinung soll der Ridgeback einen starken, muskulösen
und aktiven Hund darstellen, symmetrisch in der Außenlinie, zu
großer Ausdauer imstande, die Geschwindigkeit betreffend.
Der Kopf soll von ausreichender Länge sein, der Schädel flach,
ziemlich breit zwischen den Ohren und ohne Faltenbildung. Der Stop sollte
ausgeprägt sein und nicht in einer geraden Linie von der Nase bis
zur Stirn, wie beim Bull Terrier gefordert.
Der Fang soll lang, tief und kräftig sein, der Kiefer ausgeglichen
und stark, mit gut entwickelten Zähnen, besonders die Fang- und
Schneidezähne. Die Lefzen anliegend, den Kiefer eng umschließend.
Die Augen sollen mittelgroß sein, mit gutem Abstand, rund, klar
und glänzend, mit intelligentem Ausdruck, wobei die Farbe zur Fellfarbe
des Hundes passen soll.
Die Ohren sollen ziemlich hoch angesetzt sein, mittelgroß, recht
breit am Ansatz und
sich gleichmäßig zu einer abgerundeten Spitze verjüngen.
Sie sollen eng am Kopf getragen werden.
Die Nase soll schwarz sein, aber eine hellere Farbe ist zulässig,
wenn sie zur Farbe des Hundes passt. Eine gefleckte Nase ist unkorrekt,
aber nicht zuchtausschließend.
Hals und Schultern: Der Hals soll ausreichend lang sein, kräftig
und weitgehend frei von loser Kehlhaut. Die Schultern sollen schräg,
fehlerfrei und muskulös sein, Geschwindigkeit ermöglichen.
Körper, Rücken, Brust und Lenden: Die Brust soll nicht zu
breit sein, aber sehr tief und geräumig, die Rippen ziemlich gut
gewölbt, niemals rund wie Fassreifen (was Geschwindigkeit verhindern
würde), der Rücken kraftvoll und die Lenden stark, muskulös
und sanft gewölbt.
Läufe und Pfoten: Die Vorderläufe sollen vollkommen gerade
sein, stark und schwer im Knochenbau, die Ellbogen dicht am Körper.
Die Vorderpfoten rund und
geschlossen, mit gut gewölbten Zehen, runden, festen elastischen
Ballen, die von Haaren zwischen den Zehen und Ballen geschützt
sind. In der Hinterhand sollen die
Muskeln klar, also gut abgegrenzt sein und die Sprunggelenke tief.
Die Rute soll nicht zu kräftig sein. Am Ansatz kräftig, aber
sich bis zum Ende gleichmäßig verjüngend, frei von Derbheit
(Blockwirbelbildung). Sie sollte nicht zu tief angesetzt sein sondern
mit leichtem Aufwärtsschwung getragen werden, aber niemals geringelt.
Eine kurze Rute ist ein Fehler, aber nicht zuchtausschließend.
Das Fell kurz, fest, dicht und fein sein, glatt und glänzend in
der Erscheinung aber niemals wollig oder seidig.
Farben: gescheckt, rehbraun, schwarz, einheitlich oder gemischt mit
weiß.
Größe: Bis 71 cm
Gewicht: bis 36 kg
nach South Africa Kennel Union (Stand 1924)
Änderungen:
1931 wurde die maximale Größe von 71 cm für Rüden
und Hündinnen herabgesetzt
auf: 63,5 cm - 68,5 cm für Rüden und 61 cm - 66 cm für
Hündinnen.
1936 wurde die Farbbeschreibung geändert in: weizenfarbig bevorzugt,
rehbraun erlaubt. ( Während der 40er Jahre wurde die gegenwärtige
Farbbeschreibung ausgewählt)
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