Der erste Tag
Vorbereitungen
auf Ihren Welpen
Es sind einige Vorkehrungen zu treffen, bevor Sie Ihren Welpen nach
Hause bringen. Besorgen Sie jede Menge alte Zeitungen, die helfen zur
Erziehung zur Stubenreinheit, einen Futter- und einen Wassernapf, nehmen
Sie die stabileren aus Metall, die fallen nicht so leicht um.
Sie brauchen eine Pflege-Grundausstattung:
eine mittelharte Bürste und ein kleiner
Striegel (Pferdestriegel) sind ausreichend, ein Halsband und eine Leine.
Ich rate neuen Besitzern ein Katzenhalsband zu verwenden, diese sind
weich und nicht so teuer - dem Welpen wird es schnell zu klein, dann
können Sie es gegen das Halsband Ihrer Wahl austauschen.
Es ist sehr wichtig, daß Sie einen zugfreien, hellen und trockenen
Platz festlegen, an dem der Welpe schlafen kann. Alle Welpen benötigen
viel Schlaf (ca. 20 Stunden am Tag), und sie benötigen einen ruhigen
Platz, an dem sie nicht gestört werden. Es ist nicht notwendig,
in etwas teures zu investieren, bevor der Welpe nicht stubenrein und
ausgewachsen ist. Ein großer, stabiler Karton mit einer alten
Decke oder Teppich ergeben ein komfortables erstes Hundebett. Der Züchter
teilt Ihnen die Futtersorte mit, die die Welpe gewohnt ist, hiervon
benötigen Sie einen Vorrat sowie einige Kauspielzeuge. Zur Zahnpflege
empfehle ich Büffelhautknochen. Es gibt einige wichtige Sicherheitsvorkehrungen,
die erfüllt sein müssen, bevor der Welpe zu Ihnen kommt.
Welpen sind wie kleine Kinder, sie sind sehr neugierig, und sie werden
alles untersuchen, ohne eventuelle Gefahren zu erkennen. Stellen Sie
sicher, daß alle elektrischen Geräte und Kabel nicht erreichbar
sind, evtl. können Sie die Stuhlbeine mit Apfelbitter (Zoohandlung)
einsprühen. Reinigungsmittel und sonstige Chemikalien sollten ebenso
wie scharfe Gegenstände weggeschlossen werden. Welpen wachsen sehr
schnell, und es ist erstaunlich, wie schnell sie groß genug sind,
um mit einem Sprung bisher gesicherte Sachen zu erreichen. Ein Welpe
kann viel Schaden anrichten, wenn er nicht sofort gestoppt wird. Kontrollieren
Sie den Zaun in Ihrem Garten, durch jede Öffnung, durch die der
Welpe seinen Kopf bekommt, bekommt er auch seinen Körper! Schneckengift
kann tödlich sein, stellen Sie sicher, daß keines herumliegt,
halten Sie das Gartentor geschlossen. Kinderspielzeug ist kein
Hundespielzeug (z.B. Glasaugen in Stofftieren).
Wir bekommen unseren Hund
Der große Tag ist gekommen, wenn der Welpe in ihr Heim kommt.
Nehmen Sie ein Handtuch, eine alte Decke und einige Zeitungen mit, und
wenn möglich sollte eine zweite Person dabei sein, um den Welpen
auf Ihrer Heimreise zu halten. Dies ist weitaus weniger dramatisch für
den Welpen, als wenn er in einen Käfig oder Karton gesperrt wird.
Der Welpe sollte ca. 2 Stunden von der Heimreise kein Futter mehr bekommen
haben, um das Risiko zu minimieren, daß es ihm auf der Heimreise
übel wird.
Es ist ideal, wenn der Welpe noch mit seinen Geschwistern spielen kann,
während Sie mit dem Züchten das Geschäftliche regeln,
so wird er müde und Sie können sich auf den Heimweg machen.
Sie erhalten vom Züchter die Ahnentafel, einen Impfpass und einen
Kaufvertrag. Manche Züchter bestehen für alle Ihre Welpen
auf die Bedingung, daß das Tier nicht weiterverkauft werden darf
(versteht sich eigentlich von selbst) und sichern sich vertraglich das
Vorkaufsrecht. Die meisten Züchter geben Ihnen auch eine kleine
Menge Futter für die ersten Mahlzeiten des Welpen in seinem neuen
Zuhause mit auf den Weg.
Nun fahren Sie mit einem Welpen nach Hause, der hoffentlich müde
genug ist, um sich hinzulegen und die Heimreise über zu schlafen.
Wenn Sie zu Hause ankommen machen Sie nicht zuviel Wirbel um den Welpen.
Geben Sie Ihm die Chance die neue Umgebung und die Gerüche zu erforschen
und kennen zulernen. Zeigen Sie dem Welpen wo sein Platz ist, und legen
Sie einen Stapel Zeitungspapier in die Nähe des Eingangs zur Unterstützung
der Stubenreinheit. Wenn der Welpe sich allem Anschein nach heimisch
fühlt, geben Sie ihm etwas zu essen, dann bringen Sie ihn in den
Garten. Es ist nie zu früh, ihm zu zeigen, daß der Garten
der Platz ist, wo er sich lösen kann.
Die erste Nacht
Diese ist oft traumatisch (bei uns war' nicht so), für den Welpen
und den Besitzer gleichermaßen. Der Welpe ist an seine Geschwister
gewöhnt, und es ist schwierig
für ihn, sich an einem neuen Ort heimisch zu fühlen.
Es hilft, wenn Sie dem Welpen eine Wärmflasche (nicht zu heiß)
mit auf sein Lager geben. Diese gibt Ihm etwas Wärme um sich einzulullen.
Manche Leute geben dem Welpen ein altes Plüschtier, aber hier müssen
alle gefährlichen Teile, wie z. B. die Glasaugen entfernt werden,
sonst macht es der Welpe. Manche Welpen fühlen sich heimisch, nachdem
sie kurz geweint haben, andere heulen die ganze Nacht durch. Die einzige
Anweisung die ich Ihnen geben kann, ist sich mit Ohrenstopfen ins Bett
zu legen! Stehen Sie nicht auf, um zum Welpen zu gehen, außer
Sie hören wirklich jämmerliche Hilfeschreie - es könnte
etwas unangenehmes passiert sein - oder wenn er für längere
Zeit sehr bekümmert ist. Nach den ersten Nächten sollte der
Welpe glücklich und zufrieden sein Heim akzeptieren. Wenn er fortfährt
Probleme zu machen, müssen Sie diese ignorieren.
Der Welpe wird versuchen seinen Willen durchzusetzen, und wenn Sie nicht
wollen, daß der Hund für den Rest seines Lebens in Ihrem
Schlafzimmer schläft, müssen Sie diesen Kampf gewinnen.
Fütterung
Wenn Ihr Welpe mit ca. 9 Wochen zu Ihnen kommt, benötigt er vier
mal täglich Futter. Am Anfang füttern Sie ihm seine vom Züchter
gewohnte Nahrung; Umstellungen müssen sehr behutsam erfolgen.
Wenn der Welpe 12 oder 14 Wochen alt ist, können Sie seine Mahlzeiten
auf drei
mal Täglich umstellen, und wenn der Welpe 5 oder 6 Monate alt ist
auf zwei Mahlzeiten am Tag reduzieren. Ab dem Alter von 12 oder 15 Monaten,
sollte der
Hund eine ausgewogene Ernährung erhalten, die ein oder zwei mal
täglich gefüttert wird (Große Rassen sollten 2 mal täglich
eine halbe Portion erhalten, um das Risiko der Magenumdrehung zu minimieren).
Nach den Mahlzeiten braucht jeder Hund Ruhe, lassen Sie ihn ca. 2 -
3 Stunden danach nicht spielen (Magenumdrehung!).
Achten Sie selbst auf die Form Ihres Ridgeback's, sieht er übergewichtig
aus, oder
ist er zu dünn? Sehen Sie sich andere erwachsene Ridgeback's an
und vergleichen Sie sie mit Ihrem Hund, die Rippen sollten immer leicht
zu sehen sein.
Impfungen
Ihr Welpe benötigt eine ganze Menge von Impfungen, um ihn vor Staupe,
Hepatitis und Leptospirose zu schützen, die meisten Tierärzte
impfen zwischen der 10. Und
12. Woche. Eine Parvo-Virus Startimpfung wird im Alter von 5 Monaten
durchgeführt. Die ersten 10 Tage nach der zweiten Impfung sollte
sich der Welpe in Ihrem Haus, Garten oder Auto aufhalten: Er sollte
keinen Kontakt zu anderen Hunden haben,
auch wenn diese voll geimpft sind. Er könnte sich leicht eine Krankheit
über die Nase einfangen.
Stellen Sie Ihren Welpen frühzeitig Ihrem Tierarzt zur Begutachtung
vor, auch damit sich der Hund an den Tierarzt gewöhnt.
Entwurmung
Die Mehrzahl der Züchter entwurmt die Welpen zwei mal, bevor Sie
in ihr neues Heim kommen. Sie müssen Ihren Welpen nach 6 Monaten
nochmals entwurmen und dann nochmals nach 12 Monaten und immer wenn
Sie Würmer in ihrem Kot sehen. Danach sollte der Hunde alle sechs
Monate entwurmt werden.
Spielzeit
Welpen lieben es zu spielen, aber sie benötigen viele Ruhepausen,
da sie sehr schnell wachsen. Die meisten Welpen wollen spielen bis sie
umfallen, wenn Sie kein Ende setzen. Wenn sich ein Welpe zum Schlafen
hinlegt, achten Sie darauf, daß er seine Ruhe hat. Er ist wie
ein Baby und benötigt nur Füttern, Spielen und Schlafen.
Achten Sie darauf, daß Kinder auf dem Boden sitzen, wenn sie mit
dem Welpen spielen, und stellen Sie sicher, daß sie ihn nicht
quälen. Kinder sollten niemals einen Welpen hochheben, da sie ihn
automatisch fallen lassen wenn der Welpe kneift oder kratzt, was mit
einem Beinbruch oder sonstigen Verletzung enden kann. Die beste Art
einen Welpen hochzuheben ist, eine Hand unter seine Vorderbeine und
die andere unter seine Hinterbeine zu nehmen, wobei der Schwanz am Körper
sein sollte. Nehmen Sie niemals einen Welpen an seinen Vorderbeinen
hoch, dies könnte mit langwierigen Verletzungen enden.
Die meisten Welpen lieben es ein Spielzeug festzuhalten, und dies macht
Spaß, solange Sie den Welpen ziehen lassen. Wenn Sie zu stark
ziehen, können Sie seine Zähne herausziehen oder den Kiefer
verformen. Werfen Sie niemals Steine für Ihren Welpen, und seien
Sie vorsichtig mit Stöckchen, sie können in seinem Mund oder
der Kehle stecken bleiben, nehmen Sie daher kurze und dicke Stöckchen.
Wenn Sie Ihm einen Ball werfen, stellen Sie sicher, daß er nicht
zu klein ist, damit, wenn der Welpe springt und den Ball fängt,
dieser nicht in seiner Kehle stecken bleibt. Auch von den vielgeliebten
Tennisbällen kann ich nur abraten, in dem feinen Filz befindet
sich jede Menge Staub, wenn der Hund den ball häufig verwendet
kann dies den Zahnschmelz abreiben.
Noch ein letztes Wort zur Vorsicht:
passen Sie auf, daß sie den Schwanz des Hundes nicht in Ihrer
Autotür oder einer Tür zu Hause einklemmen, dies ist sehr
schmerzhaft.
Der Schlafplatz
Der Ridgeback ist ein robuster Hund und muß nicht verweichlicht
werden. Allerdings sind sie eine kurzhaarige Rasse ohne besonderes Unterfell
und können leicht frieren. Eine trockene nicht zu weiche Unterlage
(z. B. Wolldecke) die gewaschen werden kann ist das Richtige.
Der Ridgeback sollte als erstes und hauptsächlich als Freund und
Familienmitglied leben. Er verkümmert, wenn er im Zwinger gehalten
wird, daher darf diese Art der Haltung nicht in Betracht kommen.
Auslauf
Laufen Sie nicht zuviel mit einem jungen Welpen, ein kurzer, täglicher
Spaziergang
an der Leine, sowie die Möglichkeit, jederzeit in den Garten zu
können ist alles was ein Welpe bis zum Alter von 5 Monaten braucht.
Danach sollte der Auslauf schrittweise gesteigert werden. Manche Leute
joggen mit ihren Ridgeback's - aber bitte erst ab dem 2 Lebensjahr,
was auch fürs Fahrradfahren gilt.
Alle Hunde lieben es in der Natur zu laufen, aber es ist auch wichtig,
auf Asphalt zu laufen. Dies stärkt die Muskeln des Hundes, strafft
die Schultern und wetzt die Krallen ab.