Erziehen Sie Ihren Ridgeback!
Alle
Hunde sollten gut erzogen sein!
Die Angst in der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden wächst
stetig und artet m. E. teilweise in eine, nicht zuletzt von den Medien
geförderte, unbegründete Hysterie aus.
Bei der Erziehung wird vielen Kindern von ihren Eltern
vermittelt, daß Tiere gefährlich und eklig sind, das obligatorische
Meerschweinchen oder der Wellensittich, die ihr Leben in einem Käfig
von Papierblattgröße fristen, einmal ausgenommen.
Diesem Zustand müssen alle Hundehalter entgegenwirken, indem sie
ihren Hund so ausbilden, daß er keinen Anlass zu Beanstandungen
gibt. Auch für den Hundehalter selbst kann nur ein wohlerzogener
Hund das Erstrebenswerte, angenehme Familienmitglied sein.
Der Ridgeback in der Ausbildung
Der Ridgeback ist leicht zu erziehen, wenn man Konsequenz (nicht zu
verwechseln mit Härte) zeigt. Die Rasse ist sehr sensibel und man
braucht schon etwas Fingerspitzengefühl um die gewünschten
Resultate zu erzielen. Als einzige mir bekannte Rasse sind Ridgebacks
bis ins hohe Alter lernfähig und lernwillig, dieser Umstand sollte
aber nicht dazu verleiten, die Grunderziehung des Welpen auszusetzen.
Zeigen sie bereits ihrem Welpen die Grenzen seines Tuns, spielerisch
aber konsequent!
Lassen sie keinen Hund zum Herrn in ihrem Hause werden!
Es gibt sehr gute Bücher
über die Hundeerziehung. Insbesondere das neue Buch von Jochen
H. Eberhardt gibt hier viele Ratschläge für Ridgebacks und
auch ihr Züchter kann ihnen sicher einige Tipps geben.
Fast flächendeckend gibt es Hundesportvereine in denen die Ausbildung
des Hundes in der Gruppe durchgeführt wird. Seien sie hier aber
skeptisch, fragen Sie ob es bereits Ridgebacks im Verein gibt und unterhalten
sie sich mit deren Haltern, der Ridgeback darf nicht mit der Härte
erzogen werden, die bei den Gebrauchshundrassen (z. B. Schäferhund,
Riesenschnauzer, Dobermann, Rottweiler etc.) angewandt wird! Ein sensibles
Tier verlangt eine sensible Ausbildung, von daher verbietet es sich
auch, mit einem Ridgeback eine Schutzhundausbidung durchzuführen.
Die Begleithundprüfung ist dagegen ein anstrebenswertes Ziel.
Auch die Mitgliedschaft in einem der Ridgebackvereine
ist sinnvoll, es finden deutschlandweite Treffen statt, die hauptsächlich
dem Informationsaustausch dienen. Auch hier erfahren sie viele Tipps
und Tricks von langjährigen Haltern.
Beispiele:
Der Hund ist ein Rudeltier und benötigt einen Rudelführer
(sofern es sich nicht um eine Alpha-Tier handelt)! Seien sie sein Führer
und bringen sie ihm bei, daß er die niedrigste Rangordnung in
ihrem "Familienrudel" einnimmt. Hierzu ein paar Tipps:
Wenn sie mit ihrem Hund ihr Haus betreten, muß der Hund immer
der letzte sein, der eintritt. Bringen sie ihm dies bereits als Welpe
bei, gibt es hier keine Probleme.
Lassen sie ihren Hund bei der Zubereitung seiner Mahlzeit absitzen und
zusehen. Stellen Sie seinen Napf an den üblichen Platz, aber lassen
sie den Hund noch etwas (bis zu 2 Minuten) im Sitz warten. Es darf erst
auf ihre Erlaubnis hin zu seinem Napf. Wenn ihr Hund einen Teil gegessen
hat, nehmen sie ihm den Napf weg und lassen ihn wieder kurze Zeit im
Sitz verharren, bis sie ihm den Napf wieder hinstellen.
Machen Sie einige Handgriffe, die der gesundheitlichen Überprüfung
dienen,
zur Routine. Kontrollieren Sie ca. 1 mal wöchentlich die Zähne,
Ohren, Pfoten etc.
Toll ist auch, wenn der Hund auf Ansprache abliegt und sich zur Seite
oder
auf den Rücken dreht, um seinen Bauch zu zeigen. Das ist allemal
einfacher, als
ein 40 kg-Tier auf dem Tisch versuchsweise umzudrehen. Hält der
Hund still, belohnen Sie ihn ausgiebig mit Lob, Streicheln, Spiel oder
auch Leckerli.
Ihr Tierarzt wird's Ihnen danken.
Copyright © 1998 Klaus Kempf